[Musik: Intro] Das ist Felix und das ist seine Strohhalm-Fabrik. In seiner Stadt hat eine neue Limonaden Fabrik eröffnet. Für Feliix Strohhalm-Fabrik könnte das viele neue Aufträge bedeuten. Felix beschließt deshalb, rechtzeitig in eine neue Maschine zu investieren, die mehr Strohalme produzieren kann. Doch die erwarteten Aufträge bleiben aus. Für Felix ist das ein Problem. Er hat mehr Geld für die neue Maschine ausgegeben, als er wieder einnehmen konnte. Die offenen Rechnungen stapeln sich. Aber Felix kann sie nicht mehr bezahlen. Felix ist insolvent. Doch was bedeutet das eigentlich? Felix weiß nicht so viel darüber. Er fragt seinen Steuerberater. Der Steuerberater erklärt ihm: Insolvenz heißt, dass man nicht liquide ist (=nicht genügend Geld hat, um seine Schulden zu bezahlen). Dabei unterscheidet man zwischen Zahlungsunfähigkeit und Überschuldung. Wenn man insolvent ist, dann muss man einen Insolvenzantrag beim Insolvenzgericht stellen. Das kann der Geschäftsführer machen, aber auch jeder Gläubiger des Unternehmens machen. Gläubiger sind Personen, bei denen man Schulden hat. Das Gericht prüft dann, ob die Insolvenz begründet ist. und ob man die Kosten eines Insolvenzverfahrens bezahlen kann. Wenn man die Kosten nicht bezahlen kann, dann wird man in ein öffentliches Schuldnerverzeichnis eintragen und aus dem Handelsregister gelöscht. Aber wenn genug Firmenbesitz vorhandenen ist, dann wird das Insolvenzverfahren eröffnet. Dann erstellt ein Insolvenzverwalter eine Liste mit allen Vermögensgegenständen und einen Insolvenzplan. Es gibt zwei Möglichkeiten für das Unternehmen: Die Rettung (=Sanierung) oder die Auflösung. Insolvenz bedeutet also: Felix ist zahlungsunfähig. Felix weiß aber, das ein Insolvenzverfahren teuer werden kann und lange dauern kann. Der Insolvenzverwalter und die Gerichtskosten müssen ja bezahlt werden. Deshalb will Felix das Ganze außergerichtlich klären und fragt bei seiner Bank nach einem Kredit. Felix Bank findet: Die Strohhalm-Fabrik hat ein gutes Geschäftkonzept und genehmigt den Kredit. Seine Rechnungen kann Felix jetzt bezahlen und die Strohhalm Produktion läuft wieder. 1 Jahr später steht Felix wieder vor einer leeren Kasse und einem Berg von unbezahlten Rechnungen. Sein größter Abnehmer ist ein Trinkpäckchen-Hersteller. Der Hersteller ist pleite und kann nicht mehr zahlen. Aber Felix braucht das Geld dringend um seinen Kredit bei der Bank zu bezahlen und um seine anderen Rechnungen zu bezahlen. Seine Schulden sind jetzt größer als das gesamte Firmenvermögen. Für das Insolvenz-Gericht ist das ein klarer Fall von Überschuldung.Felix muss jetzt einen Insolvenzantrag stellen. Wenn die Gläubiger Felix einen Teil seiner Schulden erlassen würden, oder sogar in das Unternehmen investieren würden, dann hätte Felix noch eine Chance. Auch die Übernahme durch ein anderes Unternehmen könnte ihn noch retten. Für die Strohhalm-Fabrik gibt es allerdings keine Rettung mehr. Felix muss sein Unternehmen auflösen und das restliche Firmenvermögen an seine Gläubiger verteilen. [Musik: Abspann] cc www.spreadthesign.com